Das Catan Kartenspiel war anfangs kein geplanter Bestandteil der Catan Onlinewelt. Dass es nun doch Usern der COW zur Verfügung steht, ist dem Umstand zu danken, dass lange vor der COW das Kartenspiel bereits für den PC umgesetzt worden war. An eine Neuprogrammierung war seinerzeit nicht zu denken. Um aber gerade das beliebte Turnierspiel weiterhin anbieten zu können, wurde der Entschluss gefasst, für das Kartenspiel eine Schnittstelle zu programmieren, damit User der COW, ganz wie gewohnt, das Kartenspiel in einem der Wirtshäuser der COW spielen können.
Seitdem wurde das Kartenspiel zudem stetig weiter entwickelt und sogar um zwei neue Themensets ergänzt. Ein Problem ist jedoch seit Beginn der Onlinewelt vorhanden und jeder Spieler, der das Kartenspiel mal ausprobiert hat, kennt die leidigen Erfahrungen mit der Netzwerktechnik, sprich: Die Verbindung zwischen den Spielpartnern kann nicht aufgebaut werden.
Die Ursache liegt darin, dass damals, als das Kartenspiel entwickelt wurde, Firewalls und Router noch kein Thema waren und das Internet noch ein "relativ" sicherer Ort war. Die Zeiten haben sich jedoch geändert und heute schützt man seinen Computer zu Recht vor allerlei Unbill, der im Internet lauert.
Während eine Firewall für den normalen COW Client kein großes Problem darstellt, da hier die Kommunikation über einen zentralen Server läuft, geht dies beim Kartenspiel leider nicht so einfach. Nach dem Start des Kartenspiels tritt der COW Client sozusagen zur Seite und überlässt dem Kartenspiel Client, einem eigenständigen Programm, das Feld. Dieser baut die Verbindung jedoch nicht über einen Server sondern immer direkt mit dem Spielpartner auf. Daher muss derjenige, der die Partie anlegt auch die Verbindung für den Spielpartner freigeben, damit beide Clients miteinander kommunizieren können.
Es ist geplant, das Kartenspiel zu ändern, damit auch hier die Kommunikation über einen Server stattfindet. Dazu muss das Kartenspiel jedoch komplett neu programmiert werden. Das Projekt läuft bereits, ein Release ist jedoch nicht vor Oktober 2010 geplant. Bis es also so weit ist, soll dieser FAQ Beitrag helfen die Konfigurationsprobleme zu lösen.
Wichtig: Nur der Spieler, welche die Partie anlegt, muss eine Freigabe erteilen. Spieler, welche einer Partie beitreten, können auch ohne Freigabe spielen. Eine Freigabe sollte zudem immer nur temporär sein und bei Nicht-Gebrauch wieder ausgeschaltet werden.
Konfiguration eines Hardwarerouter
(z.B. DSL Router)
Router sind mittlerweile weit verbreitet, da bei den meisten Internet-Flatrates so ein Gerät meist kostengünstig mit-geliefert wird. Der Router regelt dann den Verbindungs-aufbau zum DSL-Provider und schützt den eigenen Rechner oft durch eine eingebaute Firewall.
Fast alle Router haben ein Konfigurationsmenü, in dem man Ports freischalten kann (so genanntes Port Forwarding). Hier wird die Konfiguration am Beispiel der weit verbreiteten FritzBox beschrieben. Andere Router sollten ähnlich konfigurierbar sein. Die entsprechenden Informationen sind in der Anleitung des Router unter den Begriffen Konfiguration von Internetspielen, Port Forwarding oder Internet Services zu finden. Ansonsten sollte man sich direkt an den Hersteller de Routers wenden.
1. Im Konfigurationsmenü des Routers muss zuerst die Adresse des Rechners identifiziert werden, auf dem das Kartenspiel gespielt werden soll. Diesen nennen wir im Folgenden Spielrechner. Alle mit dem Router verbundenen Geräte sind unter dem Menüpunkt "Netzwerkgeräte" aufgeführt.

2. Unter dem Menüpunkt "Portfreigabe" fügt man den Dienst mit den Ports 7070 - 7072 (TCP) hinzu. Als IP Adresse nimmt man die Adresse aus 1.

Nun können auf dem Spielrechner Spiele angelegt werden. Es sollte allerdings beachtet werden, dass nun alle Verbindungsversuche auf den Spielrechner umgeleitet werden. Will man auf einem anderen Rechner spielen, müssen die Einstellungen auf die IP dieses Rechners geändert werden.
Windows XP / Vista Firewall
Wer keinen externen Router besitzt, schützt sich oft durch die im Betriebssystem eingebaute Firewall. Sowohl die Firewall von Windows XP Service Pack 2 als auch von Vista machen da schon einen recht guten Job. Auch hier muss man jedoch die Ports einzeln freigeben, damit das Kartenspiel die Verbindung aufbauen kann. Dies funktioniert ähnlich wie oben in Punkt 2 nur dass der Spielrechner wegfällt, da die Firewall ja bereits auf dem Rechner läuft, auf dem auch gespielt wird. Anstatt den Port umzuleiten, muss man ihn lediglich freigeben. Die Einstellungen der Firewall kann man über die Systemsteuerung, Unterpunkt Netzwerk, auswählen.

Wichtig: Die Windows-Firewall ist standardmäßig immer aktiv. Also auch wenn ein Router eingesetzt wird, läuft die Windows-Firewall zusätzlich mit. In dem Fall müssen wie hier beschrieben, beide Firewalls, sowohl die des Routers als auch die von Windows, konfiguriert werden.
Zusätzliche Anmerkungen zu Software-Firewalls
In diesem Artikel war bisher immer nur von eingehenden Datenströmen (Inbound Services) die Rede. Manche Firewalls, wie auch die Windows-Firewall, kontrollieren jedoch auch den Datenstrom nach draußen. Sollten eine derartige Firewall installiert sein, so muss auch der Datenverkehr nach draußen erlaubt, bzw. die Anwendung (main.exe in /Kartenspiel) dafür freigeschaltet werden. Zur Übertragung der Spielergebnisse muss diese Anwendung bzw. der Port 5001 frei geschaltet sein. Der Vorteil bei abgehenden Datenströmen: Die meisten Firewall-Programme fragen automatisch nach, sobald sie einen Datenstrom registrieren. Dann kann man die Freigabe einfach bestätigen. Wird lediglich ein Router mit eingebauter Firewall verwendet, so sollte der Datenverkehr nach draußen jedoch generell möglich sein, so dass weitere Einstellungen nicht nötig sind.
Weiterführende Hilfestellungen zu diesem Thema gibt es hier im Forum.
Hinweis: Im Normalfall ist die Freischaltung eines Ports für Internetspiele problemlos. Wir müssen jedoch darauf hinweisen, dass wir keine Haftung für die Veränderung der Systemkonfiguration und daraus resultierende Schäden übernehmen können.